Hlfe für Holocaust-Überlebende

Noch immer leben nahezu 70.000 Holocaust-Überlebende in Israel am Rande der Armutsgrenze. Mit unserem Patenschaftsprojekt "Tröstet mein Volk" unterstützen wir bedürftige Holocaust-Überlebende in Israel.

Holocaust-Überlebende in Israel - unsere Hilfe kommt an!
Seit 2008 unterstützt Christen an der Seite Israels in Zusammenarbeit mit tatkräftigen Partnern in Israel Holocaust-Überlebende in Israel. Mit Ihrer Hilfe konnten diese in den letzten drei Jahren eine breite Palette von Hilfsmaßnahmen entwickeln. Der nachfolgende Zwischenbericht möchte einen kleinen Überblick vermitteln, Dankbarkeit zum Ausdruck bringen und dazu Mut machen, unsere Unterstützung für diese Menschen weiter zu verstärken. Unser vereintes Engagement kommt an und erzielt erstaunliche Ergebnisse! Hier ein Überblick über die verschiedenen Aktivitäten, die in den letzten drei Jahren in Gang gekommen sind:

1) Die Ärmsten der Armen: Mit Hilfe der lokalen Sozialbehörden war es unserem Hauptpartner in Israel, der „Helping Hand Coalition" (HHC), möglich, die etwa 5000 Bedürftigsten unter den ca. 200.000 Holocaust-Überlebenden zu ermitteln. Ihnen galt von Anfang an die primäre Zuwendung in Form von Hausbesuchen, finanzieller Unterstützung, Verteilung von Essenspaketen und vielfältigen Formen der spontanen Hilfe. Der erste Schwung an Spendengeldern und die fortlaufende monatliche finanzielle Unterstützung durch die Patenschaften kamen und kommen primär dieser Zielgruppe zugute.

2) Kampf gegen die Wucht der Erinnerung, Depression und Einsamkeit: Die seelische Not ist bei vielen Überlebenden mindestens so belastend wie die materielle Not. Unser zweiter Hauptpartner in Israel, „Amcha", nimmt sich primär Menschen mit seelischen Nöten an. 12.000 Holocaust-Überlebende treffen sich jede Woche in den Zentren von „Amcha" und erfahren dort Zuwendung, professionelle Hilfe und Gemeinschaft mit ihresgleichen.

Darüber hinaus hat die HHC eine Reihe von Aktivitäten entwickelt bzw. gefördert, die der Seele dieser Menschen guttun: Kulturelle Ereignisse, festliche Dinners mit Tanz und Unterhaltung – vor allem um die Feiertage herum, und die Einrichtung von wöchentlichen Treffen kleinerer Gruppen in Wohnzimmer-atmosphäre („Wärmende Wohnzimmer") in Zusammenarbeit mit Sozialbehörden in etwa 20 Städten Israels. Die alten Menschen zehren oft viele Monate von diesen besonderen Ereignissen.

3) Den Holocaust-Überlebenden eine Stimme verleihen: Das Engagement der HHC hat maßgeblich zur verstärkten Vernetzung der verschiedenen Verbände und Netzwerke der Holocaust-Überlebenden beigetragen. Im Jahr 2010 kam es anlässlich der 65-Jahr-Feiern der Niederlage von Nazi-Deutschland erstmals in dieser Form zu koordinierten Veranstaltungen, an denen praktisch alle maßgeblichen Verbände (russischsprachige und mitteleuropäische Überlebende, Partisanen, Veteranen etc.) mitgewirkt haben: 1.000 Leiter dieser Verbände trafen sich auf Einladung des Verteidigungsministers Ehud Barak in Yad Vashem. Etwa 10.000 dieser Menschen kamen Mitte Mai bei einer Gedenkveranstaltung in Latrun zusammen. Die Regierung Israels widmet diesen Menschen heute wesentlich mehr Aufmerksamkeit als noch vor einigen Jahren. Seit diesen Schlüsselereignissen im Frühjahr 2010 ist die Zusammenarbeit sowohl zwischen diesen Verbänden als auch mit der Regierung und sogar dem Militär (stellt 3000 Volontäre für Sozialarbeit unter Holocaust-Überlebenden zur Verfügung!) auf einem ganz anderen Niveau als zuvor.

Ich könnte noch viel erzählen: Von den Begegnungen junger Christen aus Deutschland mit den Holocaust-Überlebenden (in Zusammenarbeit mit der Initiative 27. Januar), von der Zusammenarbeit mit Yad Vashem bezüglich der Video-Dokumentation der Leidensgeschichten gerade auch der russisch sprechenden Holocaust-Überlebenden durch die HHC, von der gezielten Unterstützung von Begegnungs- und Sozialzentren nach dem von der HHC erstellten und in einem Pilotprojekt umgesetzten Konzept des „Gospel Cafe" an mehreren Orten in Israel durch das Sozialministerium, ...

Tatsache ist: Unter dem Segen Gottes und mit unserer Unterstützung als Christen aus Deutschland und Österreich ist in den letzten Jahren eine große Dynamik in Gang gesetzt worden. Die Herausforderungen bleiben riesig: Armut, Einsamkeit, Depression, gesundheitliche und psychische Probleme sind nach wie vor massiv. Die Hilfe von Christen aus Deutschland und Europa ist mehr denn je nötig.

Bitte helfen Sie (weiterhin) mit, in Form von:

1) Einrichtung von Patenschaften: Entweder durch eine monatliche Spende von 25,00 Euro oder mehr für die Ärmsten der Armen (Spendenstichwort Tröstet mein Volk)

2) Oder durch nicht regelmäßige Spenden, welche der „Helping Hand Coalition" und ihren vielfältigen Tätigkeiten zum Segen für die Holocaust-Überlebenden zukommt.

Ihr Harald Eckert


Mehr Informationen über das Projekt finden Sie auf der Projekt-Webseite.

Hier ein Artikel zu einer Studie über die Armut von Holocaustüberlebenden: Israelnetz

 

 

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