Spendenschwerpunkt Februar/März 2012
Unterstützung aus Deutschland für bedürftige Holocaust-Überlebende in Israel
Laut einer offiziellen israelischen Untersuchung lebten im Mai 2011 noch 208000 Holocaust-Überlebende in Israel. Etwa ein Drittel von ihnen lebt an oder unter der Armutsgrenze (vor allem Einwanderer aus der früheren Sowjetunion), 40 % klagen über starke Einsamkeit, und bei der Mehrzahl von ihnen kommen neben gesundheitlichen Problemen im Alter psychische Spätfolgen der traumatischen Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend verstärkt an die Oberfläche.
Sowohl die israelische Regierung wie auch viele humanitäre und soziale Organisationen in Israel haben in den letzten Jahren ihre Anstrengungen zu Gunsten der Holocaust-Überlebenden deutlich verstärkt. Die Zusammenarbeit untereinander hat ebenfalls an Intensität und Vielfalt zugenommen. Parallel dazu gibt es auch auf deutscher Seite Bemühungen, diesen Menschen am Ende ihres Lebens Zuwendung und Erleichterung ihrer Lebenssituation zu ermöglichen. Regierung, Stiftungen, Organisationen und viele Einzelpersönlichkeiten und Gruppierungen haben in den vergangenen Jahren ihr Engagement verstärkt.
Bild: Beim „Abend der Freundschaft und Begegnung" am 21. Januar 2012 in Berlin: Der Holocaust-Überlebende Alexander Berman am Rednerpult. Foto: Kerstin Zedler
Vernetzung und Zusammenarbeit
Ein wichtiger Schritt der verstärkten Vernetzung und Zusammenarbeit fand im Rahmen der Gedenk- und Begegnungsveranstaltungen in Berlin zum 70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz statt. Beim „Abend der Freundschaft und Begegnung" am 21. Januar 2012 haben auf Einladung der Initiative 27. Januar die Organisationen AMCHA, Hadassah, Helping Hand Coalition und Keren Hayesod von ihrer Unterstützung für bedürftige Holocaust-Überlebende in Israel berichtet. Mit den jeweiligen Schwerpunkten ihres Engagements decken sie insgesamt ein breites Spektrum von Unterstützung für Bedürfnisse der Holocaust-Überlebenden in Israel ab.
Bei der neuen Kooperation zusammen mit der Initiative 27. Januar soll in Deutschland verstärkt über die Situation der Holocaust-Überlebenden in Israel informiert, das Bewusstsein für diese Menschen geweckt bzw. vertieft und auf praktische, auch finanzielle Möglichkeiten der Anteilnahme und Hilfeleistung von Deutschland aus hingewiesen werden.
Uns bleiben nur noch wenige Jahre, um von Seiten der deutschen Gesellschaft aus den noch lebenden Opfern der Wannsee-Konferenz in Israel unsere aktive Zuwendung zum Ausdruck zu bringen! Wir danken schon jetzt für jede Unterstützung!
Fortlaufend aktualisierte Informationen und Berichte zu dem Unterstützungsprojekt finden Sie auf der Website der Initiative 27. Januar unter www.initiative27januar.org.
Weitere Informationen dazu auch in der aktuellen Ausgabe unserer Zeitung Israelaktuell.de
Spenden-Stichwort: Holocaust-Überlebende in Not
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