Im Juni 2018 durften 225 Mitglieder der jüdischen Bnei Menashe-Gemeinde aus Indien Alijah machen. Die neuen Einwanderer stammen alle aus dem nordöstlichen Bundesstaat Manipur, der an Burma grenzt und die größte Ansammlung von Bnei Menashe beherbergt. „Es war schon immer mein Traum, nach Zion zurückzukehren“, sagte Lotjem und fügte hinzu, „es ist besonders emotional für mich, weil mein geliebter Vater und meine Mutter bereits im Jahr 2000 Alijah machten und ich sie nun wieder treffen und mit ihnen im Land Israel wieder vereint sein darf.“ Unter den Einwanderern war auch Abel Hangshing, 80 Jahre alt, welcher seinen Bruder zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder sehen und dazu seine in Israel geborenen Urenkel kennen lernen darf.

Ankunft am Flughafen in Israel. Foto: shavei.org

Freude bei Jung und Alt. Foto: Laura Ben-David / shavei.org

Die neuen Einwanderer kamen mit fünf verschiedenen Flügen in Israel an. Vom Flughafen aus wurden sie in das Aufnahmezentrum von Shavei Israel in Kfar Hasidim, außerhalb von Haifa, gebracht. Sie planen sich in Galiläa, im Norden Israels, niederzulassen, wo in den letzten Jahren viele Bnei-Menashe-Immigranten ihr Zuhause gefunden haben.

Abel Hangshing (zweiter von links) wiedervereinigt mit seinen Enkeln und seinem Bruder. Foto: Laura Ben-David / shavei.org

Die Bnei Menashe sind Nachkommen des Stammes Manasse, einer der zehn verlorenen Stämme, die vor mehr als 2.700 Jahren durch das assyrische Reich aus dem Land Israel vertrieben wurden. Bis jetzt haben etwa 3.500 Bnei Menashe Alijah gemacht, davon mehr als 1.100 in den letzten vier Jahren und 429 seit Anfang 2018. Etwa 7.000 Bnei Menashe sind noch in Indien und warten auf ihre Rückkehr nach Israel.

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