Zusammen mit der Jewish Agency engagiert sich Christen an der Seite Israels weltweit in der Alijah (Heimkehr der Juden nach Israel). Zur Arbeit gehören vorbereitende Schritte wie persönliche Gespräche und Unterstützung bei Beschaffung von Dokumenten, sowie finanzielle Hilfe und persönliche Betreuung nach der Ankunft in Israel.

Das Alijah-Seminar in Nowosibirsk (Sibirien), wird jedes Jahr von der Jewish Agency in Zusammenarbeit mit Christen an der Seite Israels durchgeführt. Juden aus den sibirischen Regionen kommen hier zusammen, um über das Land Israel und über die Möglichkeit der Alijah zu hören. Viele ihrer Vorfahren sind aufgrund von Pogromen nach Sibirien geflüchtet. In den großen sibirischen Städten sind deswegen zahlreiche jüdische Gemeinden zu finden. Während der Zeit der Sowjetunion wurden außerdem Juden zur Strafe nach Sibirien geschickt.

Teilnehmer beim Alijah-Seminar in Nowosibirsk in Sibirien. (Foto: Jewish Agency)

Viele von Ihnen können es sich nicht leisten nach Israel zu reisen, um vor ihrer Einwanderung das Land in einem Urlaub besser kennenzulernen. Wenn sie also auswandern ist es eine Entscheidung im Glauben, dass sie sich in diesem Land willkommen fühlen und Wurzeln schlagen werden. Der Schritt erfordert Mut und das nicht nur wegen der anderen Sprache oder den klimatisch anderen Verhältnissen (Sibirien bis zu -30°C, Israel +30°C), sondern auch wegen der Endgültigkeit dieses Schrittes. Beim Seminar hört man auch von persönlichen Herausforderungen:

„Meine Eltern änderten ihre Vor- und Nachnamen, damit niemand bemerken konnte, dass sie Juden sind. Beide sind vor einigen Jahren gestorben und ich habe nicht genug Dokumente um meine jüdische Herkunft zu beweisen. Was kann ich tun?“

„Wir sind bereit nach Israel auszuwandern. Wir wollen es von ganzem Herzen. Nur unsere erwachsene Tochter möchte nicht nach Israel. Unsere Herzen schmerzen, wenn wir daran denken, sie hier allein zurückzulassen.“

Während drei intensiven Tagen mit Vorträgen, Meetings und intensiven Gesprächen, konnte man individuell auf jede persönliche Situation eingehen und den Menschen Mut zusprechen. Viele der offenen Fragen konnten beantwortet und gleichzeitig praktische Schritte zur Alijah mit auf den Weg gegeben werden. Wir glauben, dass viele Besucher der letzten Seminare Alijah machen werden und am Programm „First Home in the Homeland“ in einem der zahlreichen Kibbuzim in Israel teilnehmen werden. Erst im November hat eine Familie aus dem fernen Habarovsk in Russland (Grenze zu China) Alijah gemacht und konnte im Kibbuz Elifaz bei Eilat untergebracht werden.