Der israelische Premier Benjamin Netanjahu hat dem designierten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro zu dessen Wahlsieg gratuliert. „Ich bin sicher, dass Ihre Wahl zu einer großen Freundschaft zwischen den Völkern und zu einer Stärkung der Beziehungen zwischen Brasilien und Israel führen wird“, äußerte der israelische Regierungschef am 29. Oktober 2018 laut einer Mitteilung seines Büros.

Brasilien fiel beim diesjährigen Jerusalem-Marsch am 27. September 2018 besonders auf, weil die christliche Delegation des Landes die größte nationale Gruppe unter den Teilnehmern bildete. Foto: Noam Revkin Fenton/Flash90

 

Gleichzeitig lud Netanjahu den designierten Präsidenten des größten lateinamerikanischen Landes nach Israel ein. Bolsonaro hatte im August 2018 angekündigt, im Falle eines Wahlerfolgs die brasilianische Botschaft in Israel nach Jerusalem zu verlegen und die palästinensische Botschaft in Brasilia zu schließen. „Palästina ist kein Land, daher sollte es hier keine Botschaft geben.“

Am 1. November 2018 hat der künftige brasilianische Präsident via Twitter sein Wahlversprechen bezüglich der Botschaftsverlegung bekräftigt und diesen Schritt in einem Interview der israelischen Verteilzeitung „Israel Hajom“ mit dem Selbstbestimmungsrecht begründet: Israel könne als souveräner Staat unabhängig von anderen Nationen entscheiden, wo seine Hauptstadt liegen solle.

Bolsonaro (Sozialliberale Partei) hatte sich bei der Stichwahl um das Präsidentenamt am 28. Oktober 2018 gegen seinen Konkurrenten Fernando Haddad (Arbeiterpartei) mit 55,1 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Der 63-Jährige designierte Präsident wird sein Amt am 1. Januar 2019 antreten.(Israelnetz/Redaktion)