Der Frankfurter Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker ist der neue Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG). Die Hauptversammlung der DIG wählte den CDU-Politiker am 27. Oktober 2019 in Magdeburg in das Präsidentenamt. Becker löst damit den FDP-Politiker Hellmut Königshaus ab, der das Amt seit November 2015 bekleidete.

Uwe Becker, Bürgermeister von Frankfurt am Main und hessischer Antisemitismusbeauftragter sowie seit dem 27. Oktober 2019 DIG-Präsident (links), bei seinem Treffen mit Israels Staatspräsident Reuven Rivlin (rechts) am 31. Juli 2019 in Jerusalem. Foto: GPO/Haim Zach

Becker ist bekannt für seinen Einsatz für Israel. So hat er 2013 in Frankfurt am Main einen deutsch-israelischen Freundschaftstag eingeführt. Im August 2017 verbot die Stadt Frankfurt auf seine Anregung hin die Israel-Boykott-Bewegung BDS. Beim 5. Deutschen Israelkongress wurde er für sein Engagement geehrt.

Internationale Allianz

Seit April dieses Jahres ist er zudem der Antisemitismusbeauftragte des Landes Hessen. In dieser Funktion hat er sich Anfang September gegen die Aufführung des Konzertfilms „Us + Them“ von Roger Waters ausgesprochen. Becker sagte damals dazu, Waters habe sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem hasserfüllten Gegner des Staates Israel entwickelt.

Im Februar rief Becker in Tel Aviv zusammen mit drei Amtskollegen eine internationale Bürgermeister-Allianz gegen Antisemitismus ins Leben. Das Bündnis stellt sich nach eigenen Angaben auch gegen die Israel-Boykott-Bewegung BDS.

Empfang bei Israels Staatspräsident Rivlin

Am 31. Juli 2019 ist Uwe Becker von Israels Staatspräsident Reuven Rivlin in Jerusalem empfangen worden. Die beiden Politiker sprachen über den „zunehmenden Antisemitismus in ganz Europa“. Dabei dankte der israelische Staatspräsident dem Frankfurter Bürgermeister und Antisemitismusbeauftragten des Landes Hessen „für alles, was er für die jüdische Gemeinde in Deutschland und im Kampf gegen Rassismus tut“. (Israelnetz)