Zum bevorstehenden jüdischen Neujahr (Rosch Haschana) hat Israels Staatspräsident Reuven Rivlin das Diplomatische Corps zu einem festlichen Empfang in seine Residenz in Jerusalem eingeladen. Das neue jüdische Jahr 5780 beginnt am Vorabend des 30. September 2019, der Empfang mit den in Israel tätigen Diplomaten anderer Staaten fand am 25. September 2019 statt.

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin bei seiner Ansprache vor dem Diplomatischen Corps am 25. September 2019 in seiner Residenz in Jerusalem. Foto: GPO/Mark Neiman

Rivlin begann seine Ansprache mit seinen besten Wünschen für das neue Jahr und stellte fest, dass Rosch Haschana sowohl eine Zeit der Freude als auch eine Zeit des Rückblicks, der Reflexion und des Gerichts ist. „Es ist an der Zeit zu fragen, wie wir uns verbessern können, wir nähern uns dem neuen Jahr.“

 

„Nie wieder! – das ist unsere Pflicht“

Der Präsident äußerte seine Sorge über den Anstieg antisemitischer Vorfälle auf der ganzen Welt. „In diesem Jahr haben wir leider einen besorgniserregenden Anstieg des Antisemitismus weltweit erlebt. Es ist ein Phänomen, das einen starken Handlungsbedarf erfordert, mehr Investitionen in Bildung und Nulltoleranz. Am 23. Januar 2020, dem 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau, werde ich hier mit den Staats- und Regierungschefs der Welt zusammen sein, um unser gemeinsames Engagement für die Bekämpfung des Antisemitismus in allen Formen und Formen zu verstärken. Nie wieder! – das ist unsere Pflicht.“

Er forderte zudem konzertierte Maßnahmen, um die Freilassung der in Gaza festgehaltenen Israelis zu gewährleisten, und sagte: „Während wir das neue Jahr feiern, müssen wir uns an diejenigen erinnern, die nicht frei sind zu feiern. Die Terrororganisation Hamas weigert sich immer noch, unsere vermissten Zivilisten und Soldaten zurückzugeben. Wir werden alles tun, um Avera Mengistu und Hisham al-Sayed, Hadar Goldin und Oron Shaul nach Hause zu bringen. Wir hoffen, dass Ihre Regierungen bei diesem humanitären Aufruf helfen können.“

Präsident Rivlin schloss mit Dank für die vielen Trostbotschaften, die er nach dem Tod seiner Frau Nechama am 4. Juni 2019 erhielt, und mit seinen Wünschen für das neue Jahr: „Möge das neue Jahr ein Jahr des Friedens und der Einheit für den Staat Israel, für den Nahen Osten und für die ganze Welt sein. Schana Towa! Frohes neues Jahr!“