Israel hat es geschafft, die Gleichstellung von Frauen und Männern im Berufsleben mit einer positiven demographischen Entwicklung in Einklang zu bringen – im Gegensatz zu Deutschland und anderen hochentwickelten Industrienationen.

Israelisch-jüdische Frauen mit ihren Kindern auf einem Spielplatz in Gush Etzion (zwischen Jerusalem und Hebron). Foto: Gershon Elinson/FLASH90

 

Die israelische Geburtenrate liegt durchschnittlich bei etwa 3,11 Kindern je Frau. Damit hat das Land den höchsten Wert unter den Ländern der „Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (OECD). In Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt die Geburtenrate zwischen 1,5 und 1,6 Kindern je Frau, was zu einer demographischen Krise mit gravierenden Auswirkungen für die künftigen Generationen geführt hat. Hauptprobleme sind dabei, dass immer weniger Berufstätige die Renten von immer mehr Ruheständlern erwirtschaften müssen, zunehmender Fachkräftemangel, Einsamkeit, psychische Erkrankungen und Rückgang des Lebensstandards. Für eine positive Bevölkerungsentwicklung ist die Geburtenrate von durchschnittlich mindestens 2,1 Kindern je Frau notwendig.   

Israelische Frauen zufrieden

Die große Mehrheit der israelischen Frauen ist mit ihrem Leben zufrieden, wie Israels Zentralbüro für Statistik anlässlich des internationalen Frauentages, der am 8. März begangen wird, mitteilte. Rund 89 Prozent der Frauen  gaben demnach an, mit ihrem Leben zufrieden zu sein – ebenso viele wie Männer, bei denen derselbe Wert ermittelt wurde. Rund 90 Prozent der Frauen waren zufrieden mit ihrer Arbeit – mit ihrem Gehalt jedoch nur 56 Prozent. Allerdings arbeiten Frauen in Israel im Durchschnitt weniger als männliche Berufstätige, nämlich 37 Stunden pro Woche, während Männer fast 45 Stunden arbeiten.

Auch die Lebenserwartung der israelischen Frauen liegt mit 84,6 Jahren vor derjenigen in Deutschland und der Mehrheit der OECD-Länder. Frauen leben damit in Israel im Durchschnitt vier Jahre länger als die Männer im Lande. (Redaktion/Quelle: Israelnetz)

 

 

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