Bislang haben nur wenige Länder Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt, Honduras gehört mit der Eröffnung eines Handelsbüros nun auch dazu. Präsident Hernández als gläubiger Christ erhofft sich durch diesen Schritt den Segen Gottes für sein Land.

Der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández (2. von rechts) bei der feierlichen Eröffnung eines Handelsbüros seines Landes am 1. September 2019 in Jerusalem, neben ihm Israels Premier Benjamin Netanjahu und die Ehefrauen der beiden Politiker. Foto: Marc Israel Sellem/Flash90

 

Der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández hat am 1. September 2019 in Jerusalem ein Handelsbüro seines Landes eröffnet. Der Politiker sprach im Beisein von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu von einem „historischen Tag“. Dies sei der „erste Schritt“ auf dem Weg zu einer Botschaftsverlegung von Tel Aviv nach Jerusalem. Der Umzug soll bereits im kommenden Monat erfolgen.

Mit der Eröffnung des Handelsbüros erkennt Honduras auch Jerusalem als Hauptstadt Israels an. Neben Honduras taten dies bislang die USA, Guatemala und der Inselstaat Nauru. Russland und Australien erkennen nur Westjerusalem als israelische Hauptstadt an.

Gebet an der Klagemauer

Als „Gegenleistung“ für den Botschaftsumzug verlangt Honduras, dass Israel seine Botschaft in der Hauptstadt Tegucigalpa eröffnet. Außerdem sollen die Beziehungen zwischen den beiden Ländern vertieft werden.

Vor der Eröffnung besuchte Hernández die Grabeskirche und die Klagemauer, wo der gläubige Christ auch betete. Der für die Klagemauer zuständige Rabbi Schmuel Rabinowitsch nahm ihn dort in Empfang, wie die Onlinezeitung „Times of Israel“ berichtet. Im Gästebuch schrieb Hernández: „Danke, Herr, dass du mir die Gelegenheit gibst, Honduras in dieser Zeit zu vertreten, um die Gefolgschaft mit Israel zu versprechen. Möge dies der Beginn des Segens für unser Volk sein.“ (Israelnetz)