Am Abend des 1. Mai 2019 begann der diesjährige „Jom HaSchoah“, der nationale israelische Gedenktag für die sechs Millionen Juden, die im Holocaust ermordet wurden. Bei der Eröffnungszeremonie in Jerusalem wurden sechs Fackeln entzündet, die an die von den Nazis und ihren Helfern zu Tode gebrachten sechs Millionen jüdischen Männer, Frauen und Kinder erinnern.

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin bei seiner Ansprache während der Eröffnung zum diesjährigen Jom HaSchoah am Abend des 1. Mai 2019 in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Foto: GPO/Kobi Gideon

 

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin sagte bei der Eröffnung am 1. Mai 2019 in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem u.a.: „Ich fürchte nicht um uns, um den Staat Israel. Das jüdische Volk ist nicht mehr schwach. Wir sind nicht machtlos. Der Staat Israel ist nicht nur eine stabile Demokratie. Wir besitzen auch große Macht – militärische, diplomatische und wirtschaftliche Macht. Wir werden uns immer verteidigen, den Staat Israel verteidigen und uns für die Sicherheit und den Schutz der jüdischen Gemeinden auf der ganzen Welt einsetzen.“

Am Vormittag des 2. Mai 2019 heulten im gesamten Land Israel um zehn Uhr für zwei Minuten die Sirenen. Die zentrale staatliche Gedenkzeremonie findet in Yad Vashem in Jerusalem statt.

Anlässlich des diesjährigen Gedenktags hat Israels Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem die neue Online-Ausstellung „Lebt wohl, meine Lieben!“ – Letzte Briefe aus dem Holocaust: 1941-1942 veröffentlicht, in der letzte Briefe von Ermordeten eingesehen werden können.

Die Ausstellung ist hier auch auf Deutsch verfügbar. 

 

Alljährlich findet zum Jom HaSchoah im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz/Auschwitz-Birkenau der „Marsch der Lebenden“ statt, an dem vor allem junge Menschen aus Israel und anderen Ländern teilnehmen, in diesem Jahr am 1.Mai. Foto: Yossi Zeliger/Flash90

 

 

 

 

 

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