Ungefähr zwanzig Prozent der israelischen Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Um der Not zu begegnen engagiert sich Christen an der Seite Israels in der von Dr. David Portowitz gegründeten Kinder-, Jugend und Familienarbeit des Jaffa-Instituts.

Besucht man das im Juni 2019 neu eröffnete Eltern-Kind-Zentrum in Kfar-Shalem, bemerkt man schnell die lebendige, offene und fröhliche Stimmung an diesem Ort. Es herrscht ein buntes und reges Treiben und einem Außenstehenden fällt es schwer zu unterschieden, wer nun zu den Eltern oder zu den Mitarbeitern gehört. Alles vermischt sich hier miteinander und es existiert ein enges Gemeinschaftsgefühl.

In verschiedenen Räumen wurden weiche Matten verteilt, auf denen Mütter sitzen und ihr neugeborenes Kind im Arm halten, während ein paar Meter weiter Kinder miteinander spielen oder ein Sozialarbeiter sich gerade mit einer der anwesenden Eltern unterhält. An den Wänden im Spielzimmer stehen bunte Regale gefüllt mit großem und kleinem Spielzeug in sämtlichen Variationen und Formen. Das Zentrum ist an drei Tagen pro Woche geöffnet. Jeder Einwohner der Gemeinde ist hier herzlich willkommen.

Eltern-Kind-Zentrum in Kfar-Shalem. Foto: Jaffa-Institut

Im Zentrum soll die individuelle Entwicklung der einzelnen Kinder durch Mitarbeiter des Jaffa-Instituts zusätzlich gefördert werden und Müttern mit psychischen Belastungen wie postpartalen Depressionen, Einsamkeit und Stresssymptomen Hilfe angeboten werden. Es ist geplant weitere therapeutische Unterstützung, einschließlich Kunst-, Sprach- und Ergotherapie für Mütter anzubieten.

Dadurch, dass die Eltern eine aktive Rolle in der Gestaltung des täglichen Programms im Zentrum übernehmen und selber auch Freundschaften zu Kindern der anderen Eltern aufbauen, geben sie dem Zentrum Leben. Durch diese Vorgehensweise werden sie selbst dazu befähigt, bessere Entscheidungen in ihrem persönlichen Umfeld und für ihre Familie zu treffen.

Foto: Jaffa-Institut

Foto: Jaffa-Institut