Bei der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters von Jerusalem konnte sich der Geschäftsmann Mosche Leon gegen den Aktivisten Ofer Berkovitsch durchsetzen. Der Wahlsieger erhielt rund 51,5 Prozent der Stimmen bei dem Urnengang am 13. November 2018. In der ersten Runde der Wahlen am 30. Oktober 2018 hatten beide Kandidaten rund 30 Prozent der Stimmen erzielt.

Der neu gewählte Bürgermeister von Jerusalem: Mosche Leon (Bildmitte). Foto: Hadas Parush/Flash90

 

„Ich will – mit Gottes Hilfe – ein Bürgermeister aller Jerusalemer sein“, betonte Leon, der als konservativ gilt und vermutlich viele Stimmen aus der ultra-orthodoxen Bevölkerung erhalten hat.

Völlig überraschend war der Likud-Kandidat Se’ev Elkin ausgeschieden. Der Minister für Jerusalem-Angelegenheiten konnte nur 20 Prozent der Wähler von sich überzeugen. Dabei hatte er nicht nur die Unterstützung des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu und des scheidenden Jerusalemer Bürgermeisters Nir Barkat, sondern dank großzügiger Spenden auch die größten finanziellen Ressourcen. –