Israel hat am 2. Juni 2019 den diesjährigen „Jom Jeruschalajim“ gefeiert, den Jerusalem-Tag, der an die Wiedervereinigung der Davidsstadt nach dem Sechs-Tage-Krieg vor 52 Jahren erinnert.

Tausende Israelis feierten den Jerusalem-Tag mit einem Umzug durch die Hauptstadt Israels, hier am Damaskus-Tor in der Altstadtmauer. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

  

Neben dem Umzug Tausender Israelis durch Jerusalem war die Zeremonie auf dem Munitionshügel der Stadt mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu ein Höhepunkt der Feierlichkeiten. In seiner Festrede betonte der Regierungschef, dass die von Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 eroberten Gebiete für immer israelischen bleiben sollen. Damit meinte er Ost-Jerusalem, Hebron, Judäa und Samaria und die Golanhöhen.

Das wiedervereinigte Jerusalem hat die Knesset, das israelische Parlament, bereits 1980 mit einem Gesetz zur Hauptstadt Israels erklärt. Der Tag der Einnahme Ost-Jerusalems durch die israelische  Armee war der 7. Juni 1967, nach jüdischem Kalender der 28 Ijar. Alljährlich wird in Israel an diesem Datum der „Jom Jeruschalajim“ als Nationalfeiertag begangen, in diesem Jahr am 2. Juni.

 

Lob für US-Präsident Trump     

Auch lobte Netanjahu in seiner Rede den US-Präsidenten Donald Trump. Zum einen fand er positive Worte für die Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem im Mai 2018 und zum anderen für die Anerkennung der Souveränität Israels über die Golanhöhen. Diese Erklärung sei ein „guter und wichtiger Anfang“.

Der Premier thematisierte zudem die Bedrohung durch den Iran und Teherans Beziehungen zu terroristischen Organisationen. „Der Iran überweist jährlich 700 Millionen Dollar an die Hisbollah“, erklärte er laut der Nachrichtenseite „Arutz Scheva“. „Das Geld wird unter dem diplomatischen Deckmantel auf scheinbar unschuldige Weise an den Libanon überwiesen und von dort weiter an die Hisbollah.“

Diese Mengen befeuerten „die nicht nachlassende Aggression des Iran und seiner Stellvertreter in unserer Region“, betonte der Premier. Israels Nachbarn und alle arabischen Staaten wüssten darüber Bescheid. Dies sei einer der Punkte, der sie „zur erneuten Nähe mit uns führt“, sagte Netanjahu weiter. Israel bagatellisiere die Bedrohungen durch den Iran nicht. Gleichzeitig kündigte Netanjahu an, dass jeder, der versucht, Israel zu schaden, „weitaus schlimmeren Schaden erleidet“. (Israelnetz/Redaktion)

 

 

 

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