Aufgrund einer starken Hitzewelle gab es Ende Mai in ganz Israel verheerende Flächenbrände. Zahlreiche Wohnhäuser wurden durch das Feuer zerstört. In Mevo Midiim in der Hevel Modi‘in Region wurden alle Wohnhäuser und 15 Unternehmen durch die Brände zerstört. Darüber hinaus wurden 5 Häuser und 4 weitere Unternehmen im Kibbuz Harel bei Jerusalem vom Feuer vernichtet. Christen an der Seite Israels hat den Betroffenen eine finanzielle Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Das Geld wurde an unseren Partner in Israel, Keren Hayesod, übergeben, welcher an der Erstversorgung von insgesamt 81 Haushalten beteiligt ist.

Das verbrannte Haus von Familie Mor Yosef. Foto: Keren Hayesod

Familie Mor Yosef – Ein persönliches Schicksal
Eli und Iris Mor Yosef leben seit mehr als 30 Jahren in einem Haus am Rande des Kibbuz Harel. Eli arbeitet als Hufschmied und Iris ist als Wissenschaftlerin und Dozentin an einer Hochschule in Jerusalem tätig. Sie haben zwei Töchter, Avishag und Shoham, im Alter von 17 und 15 Jahren. Eli, Iris und ihre Töchter fühlen sich mit dem Kibbuz sehr verbunden und es ist für sie im Laufe der Jahre zu einer Art Großfamilie geworden.

Am Donnerstag, den 23. Mai ist Iris wieder unterwegs Richtung Jerusalem um ihre Vorlesung zu halten. Auf ihrem Weg dorthin erfährt sie von einem Flächenbrand im nahegelegenen Ort Kfar Uriya. Besorgt ruft sie ihre Familie an um sicherzugehen, dass sich niemand von ihnen in dem Gebiet aufhält. Eli ging zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Kibbuz seiner Arbeit nach und ihre Töchter waren bei einer Veranstaltung in der Schule. Um die Mittagszeit verbreiten sich dann plötzlich die Nachrichten, dass der Flächenbrand auch das Kibbuz erreicht hat. Tragischerweise war das Haus der Familie Mor Yosef das erste Haus, dass vom Feuer vernichtet wurde. Noch nicht zu Hause angekommen erfahren Eli und Iris von den schweren Schäden an ihrem Haus.

Als sie schließlich an ihrem Grundstück ankommen, sind sie von dem Anblick der sich ihnen bietet schockiert. Das Haus war bis auf die Grundmauern völlig abgebrannt. Iris‘ umfangreiche Büchersammlung war zu Asche und verkohltem Papier geworden. Elis Werkstatt mit seinen Werkzeugen war nur noch ein Haufen aus verbranntem Metall. Auch ihre Töchter haben alles verloren. Nur ein paar Dinge überlebten das Feuer: eine israelische Flagge, ein Krug, der Iris‘ Großmutter gehört hatte und zwei persönliche Gegenstände aus Metall, die Eli für seine Frau Iris erstellt hatte. Familie Mor Yosef wurde zusammen mit den anderen Bewohnern des Kibbuz nach Neve Ilan gebracht. Hier können sie vorerst bleiben, bis sie eine neue Bleibe für sich gefunden haben.

Auch vor Autos hat das Feuer nicht Halt gemacht. Foto: Keren Hayesod

Qualm und Feuer steigen auf über der Straße. Foto: Keren Hayesod

Viele Menschen haben ihr Hab und Gut und ihr Zuhause verloren. Foto: Keren Hayesod