Israel bereitet sich auf weitere Jahre der Dürre vor. Aus diesem Grund wird das Land doppelt so viel Wasser entsalzen wie bisher. Das sagte der israelische Energieminister Juval Steinitz in einem Interview der Tageszeitung „Yediot Aharonot“, das am 30. August 2018 online veröffentlicht wurde. Insbesondere solle das entsalzte Wasser in den See Genezareth gepumpt werden. Damit wollen die Behörden es vermeiden, dass der Wasserspiegel weiter sinkt.

Der Wasserstand vom See Genezareth, dem größten Trinkwasser-Reservoir Israels, ist dramatisch gesunken. Foto: Yossi Zamir/Flash90

Steinitz sagte weiter, die Wasserkrise sei so schlimm wie niemals zuvor seit Gründung des Staates Israel. Dies gelte nicht nur für den See Genezareth, sondern auch für das Grundwasservorkommen und für die Flüsse. Um dieses Problem anzugehen, gelte ein neues Prinzip: Es gehe nicht nur darum, Wasser für den persönlichen Bedarf und für die Landwirtschaft sicherzustellen; vielmehr müsse auch der Bedarf der Natur beachtet werden.

Zu diesem Zweck sollen auch die Wasserleitungen ausgebaut werden. Sie sollen in der Lage sein, Wasser aus dem Süden zum See Genezareth und zu den Flüssen im Norden zu bringen. Bereits im Juni 2018 hat die Regierung den Bau von zwei neuen Entsalzungsanlage bewilligt. Derzeit sind fünf Anlagen in Betrieb. (Israelnetz)

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