Nach der Ankündigung Paraguays, seine Botschaft in Israel von Jerusalem wieder nach Tel Aviv zurückzuverlegen, haben die USA das südamerikanische Land darum gebeten, diesen Schritt nicht zu vollziehen.

Der paraguayische Staatspräsident Horacio Cartes (links) bei der Eröffnung der Botschaft seines Landes in Jerusalem im Beisein von Israels Premier Netanjahu am 21.Mai 2018. Foto: GPO/Amos Ben-Gershom

 

US-Vizepräsident Mike Pence telefonierte am 6. September 2018 mit dem paraguayischen Präsidenten Mario Abdo Benitez. Er sagte ihm, das Bekenntnis zu Jerusalem wäre ein Zeichen der guten Beziehungen zu den USA und zu Israel. Paraguay hatte am 5. September 2018 verkündet, seine Botschaft wieder nach Tel Aviv verlegen zu wollen. Israel reagierte darauf mit der Ankündigung, seine Botschaft in dem südamerikanischen Land zu schließen. Paraguay wiederum bat Israel, dieses Vorhaben zu überdenken.

Cartes: „Haben Israel verraten“

Das südamerikanische Land hat seit Mitte August 2018 mit Mario Abdo Benitez einen neuen Präsidenten. Dessen Vorgänger, Horacio Cartes, hatte im Mai 2018 nach den USA und Guatemala seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt. Netanjahu hatte damals von einem „großartigen Tag für Israel“ und die Freundschaft beider Länder gesprochen.

Cartes sagte über die Entscheidung seines Nachfolgers dem Nachrichtendienst „Arutz Scheva“ zufolge: „Wir haben Israel verraten, gegen den Willen unseres Volkes, und die enge Freundschaft zwischen Israel und Paraguay weggeworfen.“

Der palästinensische Außenminister Al-Malki war zur Vereidigung Abdo Benitez‘ nach Paraguay gereist. Bei dem Besuch hatte er den Präsidenten aufgefordert, die Botschaftsverlegung rückgängig zu machen. (Redaktion/Israelnetz)

 

 

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